DAS PÄDAGOGISCHE KONZEPT VON ANAJÔ

Das Projekt „ANAJÔ“ basiert auf dem erfolgreichen Konzept „Bildung durch Capoeira“. Sozial gefährdeten Kindern und Jugendlichen wird die für sie attraktive Möglichkeit geboten, den brasilianischen Nationalsport Capoeira zu erlernen. Zusätzlich erhalten sie eine warme Mahlzeit pro Tag. Als Gegenleistung müssen die ANAJÔ-Kinder regelmäßig sowohl den Schulunterricht, als auch den qualifizierten schulerweiternden Nachhilfeunterricht und die Hausaufgabenbetreuung bei ANAJÔ besuchen. Zugleich kommt ihnen eine psychosoziale Betreuung durch die ANAJÔ-Lehrer und Betreuer zugute, die sich in vielfältiger Weise einsetzen. Ein fairer Deal. Auf diese Weise vermittelt das Projekt gesellschaftliche Werte, lässt Gemeinschaft erfahren und durch diesen geregelten Tagesablauf kann der Reiz der Straße, von Drogen und Kriminalität entschärft werden.

 

Die Kinder werden in zwei Gruppen unterrichtet: die Vorschulgruppe für die 3-5 Jährigen und die Schulgruppe für die 5-17 Jährigen. Die Hauptfächer Portugiesisch, Mathematik, Geschichte und Geographie werden von den Nebenfächern Kunst, Musik und Tanz bzw. von diversen Alternativangeboten ergänzt. Der Fokus in den Nebenfächern liegt dabei auf der afro-brasilianischen Kultur, außerdem spielt die kindgerechte Vermittlung von Kinderrechten eine zentrale Rolle. Capoeira stellt den Anreiz dar, ergänzt das Unterrichtsprogramm und bietet die notwendigen Bewegungsmöglichkeiten. Nahrungs- und Hygieneartikel, Capoeira-Kleidung sowie Schulmaterial werden von der  Associação Anajô bereitgestellt. 

 

Um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, sind wir seit 2015 mit unserem eigenen Hausbau beschäftigt. Dadurch sind wir nicht mehr von viel zu kleinen Räumlichkeiten abhängig und können langfristig mehr Kinder aufnehmen. mehr Infos zum Hausbau erfahren Sie hier.